Willkommen im Institut für Biologie III
Arbeitsgruppe Agrarökologie
Seit Gründung der Arbeitsgruppe im Jahre 1994 liegt das Forschungsinteresse in der biologischen Sicherheitsforschung gentechnisch veränderter Pflanzen.
Frühere Untersuchungen unter Leitung von Prof. Ingolf Schuphan befassten sich mit dem Genfluss zwischen transgenen Zuckerrüben, Unkrautrüben und Wildrüben, sowie den ökologischen Folgen einer Auskreuzung von transgenen Eigenschaften in Wildrüben. Im jetzigen Mittelpunkt stehen Fragen im Zusammenhang mit dem Anbau von gentechnisch verändertem Bt-Mais mit Resistenzen gegen einen Maispflanzen zerstörenden Kleinschmetterling, den Maiszünsler (Ostrinia nubilalis), und gegen einen aus den USA eingeschleppten Blattkäfer, den Westlichen Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera). Ein besonderer Schwerpunkt sind hierbei die möglichen negativen Effekte solcher Maissorten auf Organismen im Agrarökosystem.
In den jeweils 3-jährigen Projekten mit den Bt-Maissorten MON810 (2001-2004) und MON88017 (2005-2008) konnten vielfältige Daten zu möglichen Auswirkungen auf Organismen im Agrarsystem, sowie zur Ökologie relevanter Nichtziel-Organismen erarbeitet werden. Diese Ergebnisse führen zu spezifischeren Forschungsansätzen, die nun in einem Projekt mit der Bt-Maissorte MON89034 x MON88017 (2008-2011) umgesetzt und weiter verfeinert werden. Damit sollen die Umweltsicherheitsbewertung dieser und anderer Bt-Maissorten weiterentwickelt und zudem Ansatzpunkte für eine allgemeine Umweltbeobachtung geliefert werden.
